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Aktuelles: ELER-Projekt

Die erste Bruterfassungs-Saison im ELER-Projekt steht nun kurz vor ihrem Ende. Die ursprüngliche Projektfläche musste wegen bürokratischer Missverständnisse leider um ca. die Hälfte verkleinert werden. Nach diesem holprigen Start begann die Geländesaison aber wie geplant mit der Suche nach Horsten und besetzten Rotmilanrevieren. Hierbei konnten insgesamt 66 durch Rotmilane besetzte Brutreviere im Untersuchungsgebiet nachgewiesen werden.
Ebenso wie bei Erfassungen in vorherigen Jahren waren die Rotmilane in Gehölzreihen oder kleineren Gehölzbeständen zu finden, wobei über die Hälfte der Brutpaare aber in der unmittelbaren Nähe oder sogar in Siedlungen brüteten.

Nach dem nun die einzelnen Brutplätze gefunden waren, erfolgten weiterhin Kontrollen um den Fortgang der Brut und später die Aufzucht der Jungen zu beobachten.
Schon im Rahmen der Brutzeit mussten wir leider ein paar Verluste verzeichnen. Manche Horste wurden aus unbekannten Gründen aufgegeben bzw. nicht weiter von Rotmilanen besucht, bei andern verschwand der Horst. So passiert z.B. im Hakel wo bei einer Begehung der Horst inklusive Eier, nach einem Starkwindereignis unter dem Baum gefunden worden ist.

Junge Rotmilane kurz vor der Beringung
Junge Rotmilane kurz vor der Beringung

 

Nach dem Schlüpfen der Jungen und mit ihrem Heranwachsen kam die Zeit der Beringung. Hierbei bekamen fast die Hälfte der Jungvögel im Projektgebiet einen individuellen Erkennungsring der Beringungszentrale Hiddensee. Mit dessen Hilfe soll das Leben des einzelnen Rotmilans nachverfolgt werden. Dieses funktioniert über die Meldung von Sichtungen und/oder dem Wiederfund des Vogels bzw. des Ringes sowie der Meldung dieser Beobachtung/dieses Fundes an die Beringungszentrale Hiddensee (https://www.beringungszentrale-hiddensee.de/ringfundmeldung/).
Neben der Beringung der Jungvögel wurden projektübergreifend insgesamt 25 Jungvögel mit GPS-Sendern versehen. Mehr zur Besenderung von Rotmilanen im Harzvorland finden Sie unter „Telemetrie“.

Rotmilan-Nestlinge mit Sendern im Horst
Rotmilan-Nestlinge mit Sendern im Horst

 

Gegenwärtig läuft die Saison mit der Beobachtung von einzelnen Jungvögel aus.
Neben den oben genannten Verlusten mussten wir im weiteren Verlauf der Brut- und Aufzucht-Zeit weitere Verluste durch Prädation ganzer Gelege/ Bruten oder Einzelner Jungvögel verzeichnen.

Dennoch können wir davon ausgehen, dass über die Hälfte der im Projektgebiet im Jahr 2018 aus den Eier geschlüpfter Rotmilane erfolgreich ausgeflogen sind.
Was die Zukunft für Sie und den Rotmilan im Allgemeinen noch parat hält bleibt offen.

 

Am 01.02.2018 hat Herr Eike Steinborn seine Arbeit im Rotmilanzentrum aufgenommen.
Er ist als wissenenschaftlicher Mitarbeiter für das Projekt verantwortlich.

Er ist verantwortlich für:

  • die fachliche und organisatorische Vorbereitung des Projektes
  • die Abstimmung mit Behörden und Verbänden
  • Untersuchung der Greifvogel-, insbesondere der Rotmilanbestände, im Projektgebiet
  • Überwachung einzelner Brutstandorte
  • Erhebung, Dokumentation und Verwaltung studienrelevanter Daten
  • Auswertung von Daten und Publikation der Ergebnisse
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